|

Autor: Martin Schönenberger
Genehmigt als Dissertation der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
der Universität Basel
Gutachter: Prof. Dr. F. Rosenkranz, Prof.
Dr. M. Lusti
Erscheinungsjahr: 2003
Seitenzahl: 286
Abbildungen: 45
Tabellen: 57
ISBN: 3-89825-630-8
Verlag: dissertation.de - Verlag im Internet
GmbH, Berlin
Preis: 43.00 EUR
|
 |
|
|
Zusammenfassung:
Seit Beginn der 90-er Jahre stiegen die Kosten des schweizerischen
Gesundheitswesens von 26,28 Mrd. CHF (1990) um über 100% auf
52,77 Mrd. CHF im Jahr 2006. Mit einem Anteil der Gesundheitskosten
am Bruttoinlandprodukt von 11,3% weist die Schweiz 2006 hinter den
USA den zweithöchsten Wert aus. Mit verschiedenen Lösungsansätzen
und politischen Veränderungsprozessen wurde bereits seit Mitte
der 90-er Jahre versucht, die massive Kostensteigerung in den Griff
zu bekommen. Dennoch sind die Kosten in den letzten Jahren stetig
angestiegen. Die vorliegende Arbeit untersucht vor dem Hintergrund
der geschilderten Kostenproblematik die Anwendungs- und Nutzenpotentiale
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im schweizerischen
Gesundheitswesen.
Insbesondere bei der Abwicklung der Verwaltungstätigkeiten
und bezüglich der elektronischen Vernetzung der rund 35'000
Institutionen, sowohl Versicherer als auch Leistungserbringer, birgt
das Gesundheitswesen noch erhebliches Verbesserungspotential. Mit
der Anwendung elektronischer Krankengeschichten, der Onlineverfügbarkeit
von Laborresultaten, radiologischen Befunden und Bildern sowie einer
überbetrieblichen Kommunikation zwischen den verschiedenen
Institutionen können Arbeitsabläufe zur Behandlung eines
Patienten kooperativ ausgeführt und somit optimiert werden.
Medienbrüche und Mehrfacherfassungen von Daten können
vermieden sowie unnötiger Druck- und Versandaufwand, personeller
Ressourceneinsatz und hohe Durchlaufzeiten in der Geschäftsabwicklung
reduziert werden.
Als Untersuchungsmethode für die Bearbeitung der oben beschriebenen
Fragestellung wurde die Fallforschung verwendet. Insgesamt wurden
im Verlauf der Untersuchung drei Fallstudien bearbeitet. Im Vorfeld
wurden Gespräche mit über 35 Experten und Praktikern im
schweizerischen Gesundheitswesen geführt. Auf der Basis von
Plausibilitätsüberlegungen und einer Hochrechnung der
in den Fallstudien erhobenen Daten auf das gesamte Gesundheitssystem
der Schweiz wird der Kostenanteil der Administration auf 29,3% (resp.
15,46 Mrd. CHF für das Jahr 2006) geschätzt. Ausgehend
von diesen Ergebnissen werden über ein Szenario die Konsequenzen
beschrieben, die sich durch eine ausgedehnte Einführung moderner
IKT ergeben könnten. Im Rahmen des Szenarios führt der
notwendige Investitionsbedarf in den ersten zwei Jahren zu einer
leichten Kostensteigerung, jedoch bereits ab dem dritten Jahr ergeben
sich Netto-Einsparungen. Im fünften Jahr überschreiten
die jährlichen Kosteneinsparungen die Marke von 1 Mrd. CHF.
Basierend auf den verfügbaren Kostendaten ergeben sich über
die betrachteten 5 Jahre kumuliert zusätzliche Kosten von 704,7
Mio. CHF, denen total 2,73 Mrd. CHF an Einsparungen gegenüberstehen.
Dies entspricht einem Nettobetrag an Einsparungen von 2,03 Mrd.
CHF.
Bestellung:
» via Internet bei: www.dissertation.de
» via e-Mail an: info@dissertation.de
» direkt in Ihrer Buchhandlung
»»» weitere Publikationen
|